Windows Phone 7 jetzt bei T-Mobile

Das Windows Phone 7 ist ein Smartphone-Betriebssystem des Softwareherstellers Microsoft, mit dem der US-amerikanische Konzern im äußerst lukrativen Smartphone-Segment gegenüber den beiden großen Konkurrenten Apple sowie Google aufholen möchte. Das komplett neu-entwickelte Betriebssystem ist damit der Nachfolger der Software Windows Mobile, welche nach der Markteinführung von Windows Phone 7 nun unter der Bezeichnung Windows Mobile Classic firmiert. Windows Phone 7 ist also kein Handy im Sinne des iPhone aus dem Hause Apple, sondern ein Betriebssystem, welches auf verschiedenen Mobiltelefonen genutzt werden kann. Wie bei Microsoft üblich, wird von dem Unternehmen selber lediglich das Betriebssystem zur Verfügung gestellt, während die passende Hardware für dieses Betriebssystem dann von den jeweiligen Handy-Herstellern kommt.

Zum Start des Windows Phone 7 in Deutschland präsentierten insgesamt drei Hersteller, nämlich HTC, Samsung sowie LG, fünf verschiedene Windows Phones, wobei einige der Geräte zunächst exklusiv bei nur einem deutschen Netzbetreiber angeboten werden. Bei T-Mobile kommen das Samsung Omnia 7 sowie das HTC Mozart 7 in den Verkauf, wobei das Letztere ausschließlich bei T-Mobile erhältlich ist. Dagegen scheinen sich andere Branchengrößen wie Nokia, Sony Ericsson oder aber Motorola noch zurückzuhalten. In diesem Punkt zeichnet sich ein deutlicher Vorteil zugunsten des Android-Betriebssystems aus dem Hause Google ab, welches bei nahezu allen großen Herstellern in der Branche Anklang findet. Im Gegensatz zum Konkurrenzprodukt Android hat Microsoft allerdings auch klare Vorgaben für diejenigen Gerätehersteller festgelegt, die das Betriebssystem für ihre Mobiltelefone benutzen möchten. So wird beispielsweise verlangt, dass der Prozessor des Gerätes eine Mindestleistung von einem Gigahertz garantieren muss, auch für das Display des Mobiltelefons fordert Microsoft eine bestimmte Mindestauflösung, zu der das Gerät in der Lage sein muss. Durch diese umfangreichen Vorgaben für die Hardware gelingt es Microsoft sicherzustellen, dass sämtliche Geräte mit Windows Phone 7 schnell genug sowie gut genug ausgestattet sind, um kein schlechtes Licht auf das Betriebssystem aus ihrem Hause zu werfen.

Microsoft setzt bei seinem Betriebssystem vor allem auf eine möglichst einfache und intuitive Bedienung. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Windows Mobile erfolgt die Steuerung nun nicht mehr über einen Stift, sondern mithilfe einer Berührungssteuerung. Wenn man ein Windows Phone erwirbt, so beinhaltet dieses ein ganzes Microsoft-Paket. So ist eine komplette Version von Microsoft-Office vorinstalliert, wobei sich die Dokumente nicht nur auf dem Smartphone anzeigen, sondern auch in vollem Umfang editieren lassen. Eine wesentliche Neuerung ist die Unterteilung der Schwerpunkte Bilder, Musik, Kontakte, Office sowie Spiele und Videos in Hubs. Diese Hubs fungieren dann als Basis für weitere Funktionen. Per Drag and Drop kann sich der Nutzer so genannte „Live Tiles“ als interaktive Buttons auf dem Startbildschirm anzeigen lassen. Gibt es ein Update oder aber eine Statusänderung in der Applikation, so verändert sich auch die Darstellung dieses Buttons.

Ursprünglich sollte der Verkauf von Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone 7 bereits am 21. Oktober starten, allerdings verzögerte sich der Verkaufsstart bei T-Mobile auf Anfang November. Allerdings ist die Konkurrenz für Microsoft mit dem Apple iPhone sowie dem äußerst beliebten Android-Betriebssystem von Google enorm.

Ein großer Nachteil von Windows Phone 7 ist allerdings die noch sehr geringe Auswahl an Applikationen, welche im hauseigenen Appstore zur Verfügung stehen. So bietet Microsoft für das Windows Phone 7 mit zurzeit lediglich rund 500 Applikationen erheblich weniger Applikationen als die Konkurrenz an. Hier besteht in jedem Fall noch einiges an Nachholbedarf im Vergleich zu den beiden großen Konkurrenten Apple und Google, die für ihre Produkte mittlerweile bereits sechsstellige Zahlen an Applikationen in den Marktplätzen anbieten.

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